Eine Reise ins Amazonsgebiet – Ochsenhausen

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Die ‘I. International Decolonial Journey – Schwerpunktregion: Amazon Arc of Regeneration’ lädt dazu ein, sich an vielen verschiedenen Orten auf der Welt zu treffen und begleitet von lokalen Gemeinschaften Geschichten aus Amazonien zu erfahren.

Für die Gesundheit unseres Planeten ist es dringend notwendig, den Amazonas zu schützen und mit den Menschen zusammenzuarbeiten, die sich aktiv um den Regenwald kümmern. Der erste Schritt zur Unterstützung einer Region besteht darin, den lokalen Kontext zu verstehen und den Stimmen der Einheimischen zuzuhören, weiß die Wohltätigkeitsorganisation Meli. Meli lädt ein, den Stimmen des Amazonas in einigen der am stärksten gefährdeten Gebieten der Region zuzuhören. Diese Veranstaltungsreihe schenkt der Region in den brasilianischen Bundesstaaten Maranhão und Pará, die früher als “Arc of Deforestation” bekannt war, als “Arc of Regeneration” neue Bedeutung.

Nur durch internationales Publikum kann die globale Zusammenarbeit erfolgreich sein und für Klimagerechtigkeit sorgen. Die Events finden daher dezentralisiert an vielen verschiedenen Orten statt. Darunter sind neben brasilianischen Locations auch Ohio, London, Amsterdam und München sowie Café Schäfers in Ochsenhausen.

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Am 2. Oktober:

15h: Offene Türen und Fotoausstellung

15h30: Beginn des Vortrags über den Bogen der Regeneration
Vortrag über die Region und ihren Kontext, über die Aktivitäten, die von Meli in der Region entwickelt werden, und über die Geschichten aus den lokalen Gemeinschaften.

16h: Kurzfilm von Flay Guajajara
Flay Guajajara zeigt seinen Kontext im indigenen Territorium Arariboia.

17h: Film Pureza (English subtitles)
Der Film über moderne Sklaverei im Amazonasgebiet zeigt die Geschichte von Pureza, die Maranhão verließ, um ihren Sohn zu suchen und ihn aus der modernen Sklaverei zu befreien. Diskussion zum Film.

19h30: Musik und Rhythmen aus dem Amazonasgebiet
Laborarte und Konzert Cobra Venenosa

Mehr darüber:

Fotoausstellung – VIEW, PLACE AND LIFE

Amazonien ist Hotspot für biologische Vielfalt und gleichzeitig Lebensraum für 33 Millionen Menschen – ein urbaner Wald.

Der Mensch ist nur eine von vielen Lebensformen in dieser beeindruckenden Artenvielfalt und doch können menschliche Interaktionen für diesen Ort traumatisch sein. Müssen sie aber nicht.

Seit 5.000 Jahren helfen Menschen auch, ihn aktiv zu gestalten. Unter dem Motto: View, Place and Life sucht diese Ausstellung nach der lokalen Perspektive des Lebens in Pará und Maranhão. Zwei Staaten im brasilianischen Amazonasgebiet, in denen die Abholzung viele Narben hinterlassen hat.

Um den Blick der Menschen zu zeigen, die diese Region am besten kennen, haben die Fotograf*innen Edgar Kanaykõ, Julio Magalhães, Magno Barros, Nubia Suriane und Olinda Yawar Wanderley Bilder von lokalen Amateurfotograf*innen ausgewählt, die eng mit der Region verwurzelt sind.

Flay Guajajara

Flay ist ein Filmemacher und Fotograf aus dem Volk der Guajajara in Maranhão, Brasilien. Er arbeitet als Kommunikationskoordinator des indigenen Landes Araribóia.
Im Alter von 12 Jahren nahm er bereits an einer audiovisuellen Ausbildung teil. Heute hat er mehrere Kurzfilme produziert, um der Welt seine kulturelle und territoriale Realität zu vermitteln.

Pureza (2019 ‧ Drama ‧ 1h 41m)

Brasiliens Sklavenarbeit auf der Leinwand

Noch heute gibt es in Brasilien sklavereiähnliche Arbeit, vor allem in der Landwirtschaft. Diesem “Drama” hat Regisseur Renato Barbieri eine Doku und den Film “Pureza” gewidmet.

Anfang der 90er Jahre in einer Kleinstadt im nordostbrasilianischen Bundesstaat Maranhao: Auf der Suche nach einem besseren Leben bricht der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Abel zu den Goldminen im Amazonasgebiet auf. Monatelang wartet seine Mutter Pureza auf ein Lebenszeichen von Abel – vergeblich. Schließlich macht sich Pureza selbst auf den Weg, begibt sich auf Spurensuche und heuert als Köchin auf einer riesigen Farm an, weil sie Abel dort vermutet. Was sie vorfindet, ist eine Welt voller Unterdrückung und unmenschlicher Sklavenarbeit, die sie sich nie hätte erträumen lassen. Aus der verzweifelten Mutter wird eine Aktivistin.

Die empörende Geschichte, die der brasilianische Regisseur Renato Barbieri in gut eineinhalb Stunden erzählt, beruht auf wahren Begebenheiten. “Brasilien hat 1888 als eines der letzten Länder der westlichen Welt die Sklaverei abgeschafft, aber es war keineswegs ein sauberer Schnitt”, erklärt der 62-Jährige. “Am Tag nach der Abschaffung begann die Geschichte der modernen Sklaverei, die es bis heute gibt.”

Cobra Venenosa

Die amazonische Kultur hält den Wald lebendig, und das spürt man beim Konzert von “Cobra Venenosa” – die Gruppe entstand 2016 in der alternativen und populären amazonischen Kulturszene und vereint die Wurzeln des “Carimbó pau e corda” (traditioneller amazonischer Rhythmus) mit Texten von großem sozialen Gewicht, die den antirassistischen Kampf, gegen Homophobie und für die Stärkung der Rolle der Frau hervorheben.

Priscila Duque, die Leadsängerin, wird nach dem Konzert zu uns stoßen. Außerdem sind Imira aus Cacuria / Laborarte (São Luís-Maranhão) eingeladen, um mit ihr über den lokalen Tanz und die Kultur zu sprechen.

Die zwei erste Teile von diese Journey in Ochsenhausen sind schon passiert mehr hier (auf English).

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